Herr Baron, wir würden mit Ihnen gerne etwas grundsätzlicher über Media sprechen.
Nur zu.
Die große Trading-Debatte scheint vorerst vorbei, was bleibt, ist ein großes Misstrauen gegenüber Mediaagenturen. Was läuft derzeit schief in der Branche?
Nun, vorbei ist sie ja nicht. Momentan schwappt sie mal wieder nach oben. Anscheinend fehlen Themen. Dabei ist es doch schnell erklärt: Im Mediageschäft prallen zwei Welten aufeinander: die klassische und die digitale. Das bedeutet, dass wir es mit zwei Märkten zu tun haben, die nach komplett unterschiedlichen Logiken funktionieren. Im Digitalmarkt geht es – zurzeit noch – primär um Kontakte in Kombination mit knallharten Erfolgsparametern wie Cost per Click, Cost per Sale, etc. Das ist eine Logik, die man in den klassischen Medien überhaupt nicht kannte, wenn wir einmal das Direkt-Reponse-Geschäft außen vor lassen. Hier ging es schon immer um Reichweite und Qualität, wobei der Qualitätsbegriff oftmals sehr schwammig war - und immer noch ist. Wir jonglieren hier mit Kontakt-Wahrscheinlichkeiten und ehrlicherweise müssen die klassischen Medien zugeben, noch immer keinen echten Beweis geliefert haben, welchen Impact beispielsweise das Umfeld auf die Werbewirkung hat.
Das komplette Interview entnehmen Sie bitte dem pdf-Dokument.